Michael Kuntzen auf einem Felsen

Wüste Zeiten - 2017

Die Region, der diese Seiten gewidmet sind, hat nunmehr 34 Jahre lang mein Sehnen bestimmt und meine Gefühle in ungeahntem Ausmaß zum Schwingen sowie mich in ebenso unerwartete Richtungen wandern lassen. Sie wurde zur Erfüllung meiner Jungenträume, speiste die Quelle meines kleinen Abenteuertums und ist bis heute der Zufluchtsort meiner inneren Fluchten geblieben.
Stets hat sie mir für ein paar Tage oder Wochen ein Heim geschaffen, in dem das Lager aus zu feinstem Sand geschliffenen Felsen und die Decke aus dem klaren, blauen, schier endlosem Himmel besteht. Auf den ersten Blick eine feste Unveränderliche. Doch bei genauem Betrachten und Vergleichen ändern sich die Dünen ebenso kontinuierlich wie aus dem anvisierten Wolken-Delfin sich allmählich ein Krokodil entwickelt.
Warum sollte es mit mir und mit meiner Website anders sein? Vor Jahren habe ich an dieser Stelle Gleichgesinnte gesucht, die mich auf meinen Streifzügen durch die Große Stille begleiten mochten. Wir fanden einander, erlebten gemeinsam und nahmen auch 2015 den Weg in für uns unbekannte Regionen wieder auf. Im Oktober 2015 zogen wir erneut 2 Wochen zu jenen 3 Seen durch gigantisch hohe Sanddünen. Welch ein Geschenk! Dem Leben sei dank!
So wandelte sich Wüste-Zeiten.de von einer Seite des Suchen und Werbens zu einer der Erinnerung:
An meinen Freund Dierk Resech, der mir seit über 30 Jahren auf vielen Reisen ein unerschütterlicher Mutmacher war.
An die vielen Menschen, die sich mir dort draußen anvertraut haben.
Und an die Wüste, deren Dünen sich im Wind ändern, die aber darüber hinaus immer dieselbe bleibt.

 

 hesse07

                         


   
       Hermann Hesse: Stufen"
     „Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
       Bereit zum Abschied sein…“


Es ist soweit: ich nehme in diesem Leben Abschied von der Sahara. Ein Abschied, der schwer fällt und dennoch genommen werden muss. Um mich an diese fast 20 Jahre immer erinnern zu können, aber auch um diesem Abschied die gebührende Würde zu verleihen, habe ich einen Film „geschrieben“.
Im Mittelpunkt meiner Rucksackwanderungen und Karawanen stand stets das Erleben und Wandern in der Wüste, nie das Fotografieren und Filmen. Beim Anschauen des 90-Minuten-Films darf man also weder mit ARTE- und National Geographic-Qualität rechnen noch mit sachlicher Dokumentation. Ich habe versucht, meine persönliche ganz eigene Verbindung zur Wüste gestalterisch umzusetzen.
Somit erwartet den Zuschauer, der einmal mit mir unterwegs war, eine Erinnerung an großartige Zeiten und Erlebnisse, vielleicht sogar das eine oder andere Bild von sich selbst, alle anderen eine eindrückliche Schilderung dessen, was mich in der Wüste immer wieder in ihren Bann zog. Dieser Lebensabschnitt scheint nun abgeschlossen und macht anderen Unternehmungen Platz. Diese vielen Jahre haben mich und mein Leben nachhaltig geprägt.

Hermann Hesse setzt sein Gedicht so fort:
„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.“
Dem muss ich mich jetzt stellen...

Uraufführung am Samstag, den 25.März 2017, im Kino-Hotel Meyer in Buxtehude/Harsefeld. (Wer noch eingeladen werden möchte, sollte sich sehr bald an mich wenden!)

 

 

 

                        

 

Kalte Feuerstelle mit zwei Wasserkessel

 

Essschüssel mit Sand gefüllt